Unter diesem Titel steht das Rendezvous nach Ladenschluss am 13. März um 18.30 Uhr in der Ev. Stadtkirche in Dinslaken (Duisburger Str./ Ecke Brückstr.66). Ekkehard Rüger aus Burscheid liest aus der gleichnamigen Biografie von Melissa Müller und Reinhard Piechocki über die 1903 geborene jüdische Pianistin Alice Herz-Sommer. Schon als Kind ist sie antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, im Ersten Weltkrieg verliert ihr Vater fast sein gesamtes Vermögen, und als 1942 ihre Mutter deportiert wird, ist es für Alice, als sei auch ihr Leben an ein Ende gekommen. Diese Ereignisse erschüttern sie so sehr, dass sie einen ungewöhnlichen Entschluss fasst: Sie wird die 24 Etüden von Frédéric Chopin einstudieren, die technisch schwierigsten Klavierstücke, die sie kennt und die selbst Artur Rubinstein nie in einem Fluss gespielt hat. Die Musik rettet ihre Seele.
Alice Herz-Sommer wurde 1943 mit ihrem Mann und ihrem Sohn ins KZ Theresienstadt deportiert, wo sie wo sie neben der täglichen Zwangsarbeit des Steineklopfens mehr als hundert Konzerte gab. So schenkte sie den Mithäftlingen Kraft und Hoffnung, und für ihren kleinen Sohn schuf sie inmitten von Hunger, Leid und Tod eine Atmosphäre der Zuversicht und Geborgenheit.

Eckehard Rüger ist Redakteur in der Zentralredaktion  der Westdeutschen Zeitung und Prädikant (ehrenamtlicher Prediger) der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die Kirchenmusikdirektorin und Kreiskantorin des Kirchenkreises Leverkusen, Silke Hamburger,  wird die Veranstaltung musikalisch begleiten. Sie konzertiert als Organistin und Pianistin und spielt am 13.3. am Klavier unter anderem Werke von Schumann, Beethoven, Chopin und Nagel.

Veranstalter ist der Förderverein Kultur und Ev. Kirche in Dinslaken e.V. Der Eintritt ist frei. Um eine
Spende wird gebeten.